Hoffnung und was uns trägt

Was trägt uns? Gerade liegen zwei Jahre der Einschränkungen durch die Pandemie hinter uns. Einschränkungen in fast allen Lebensbereichen waren damit verbunden; für manche auch massive materielle Einbußen. Andere haben diese Infektionen mit zum Teil erheblichen gesundheitlichen Folgen durchlitten. Nun beschäftigt sich unsere Gesellschaft mit den infolge des Krieges gestiegenen Preisen und der noch nicht abzusehenden weiteren Teuerung. Müssen wir im Winter frieren und werden wir mit allem Lebensnotwendigem versorgt sein? Wird uns diese Sorge durch die kommende Zeit tragen? Geht es uns gut, wenn wir in vielen Gesprächen und Begegnungen unsere Bedenken und Befürchtungen bewegen? In der Bibel stehen deutliche Warnungen vor den Sorgen des Alltags, denen wir dennoch immer wieder erliegen. Sollten wir als Christinnen und Christen nicht von unserem Glauben geprägt sein und unsere Hoffnung der tragende Pfeiler unseres Lebens sein? Das heißt keineswegs untätig den kommenden Zeiten entgegenzugehen. Ein Leben in der Ehrfurcht und Verantwortung vor Gott besteht keineswegs aus Passivität. Ein Leben aus dieser Haltung heraus ist geprägt von dem Streben danach für die ewigen Werte einzutreten, wie Jesus sie immer wieder bezeugt. Frömmigkeit – ein Leben in der Ehrfurcht vor Gott – erschöpft sich nicht allein in der Zugehörigkeit oder Mitarbeit in einer christlichen Gemeinde. Die Orientierung auf die wirklich entscheidenden Fragen geben eine andere Perspektive. Und so gesehen bringt der Glaube tatsächlich einen Ertrag:

Ein Leben in der Ehrfurcht vor Gott bringt tatsächlich großen Gewinn, vorausgesetzt, man kann sich – was den irdischen Besitz betrifft – mit wenigem zufrieden geben. Denn wir sind ohne Besitz auf diese Welt gekommen, und genauso werden wir sie auch wieder verlassen. (1.Tim 6:6-7)

Die Gesamtschau schenkt uns den Blick der Hoffnung. Dieses Wort ist verwandt mit dem mittelniederdeutschen hopen (hüpfen). Das heißt, vor Erwartung unruhig springen, Zappeln. Wir erleben das Besonders bei kleineren Kindern. Hoffnung ist eine zuversichtliche innerliche Ausrichtung, gepaart mit einer positiven Erwartungs­haltung, dass etwas Wünschenswertes eintreten wird, ohne dass wirkliche Gewissheit darüber besteht. Wirkliche Gewissheit haben wir weder in Bezug auf unsere zukünftige materielle Basis noch auf die Länge unseres Lebens oder auf andere Ereignisse. Aber Hoffnung verhält sich optimistisch zur Zeitlichkeit der menschlichen Existenz. Hoffnung ist das Gegenteil von Verzweiflung, Resignation oder die Angst.

Hoffnung ist Mut. Was unsere persönliche Zukunft betrifft, gehen wir die nächste Schritte im Glauben mutig. Mit Gottes Hilfe hoffen wir auf einen neuen Wirkungsort und eine passende Wohnung in der Lausitz bis Ende November.

Für unsere Gemeinde lade ich dich ein: Sei dabei, wenn Bert Olbrich zu uns kommt, um vorhandenes Potential in unserer Gemeinde gemeinsam zu finden. Auch du bist gefragt, die weitere Entwicklung der EFG-Neudorf-Platendorf mitzugestalten!

Ich bin zuversichtlich, dass das Revitalisierungsprojekt neue Impulse setzen wird.