Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt. Hiob 19,25

Monatsspruch für November 2019:

Liebe Leserin, lieber Leser,

Der November ist ein Monat, den viele nicht mögen. Die Natur bereitet sich auf den Winter vor, die Tage sind bereits deutlich kürzer. Das Wetter meist kühl, grau und nebelig. Das Kalenderjahr steht kurz vor dem Abschluss. Der Ewigkeitssonntag und der Volkstrauertag, die ebenfalls in diesen Monat fallen, verweisen nochmals ausdrücklich auf die Endlichkeit und Vergänglichkeit allen Seins. Es ist also fast unmöglich, diesen Aspekt des Lebens auszublenden und daran vorbei zugehen. Der Eindruck drängt sich auf, dass alles Lebende ebenso vergeht, wie durch das Gesetz der Schwerkraft alle Gegenstände, die nicht irgendwie gehalten werden früher oder später auf dem Boden liegen.
Diesem scheinbar unabänderlichen Zwang setzt Hiob ein „aber“ entgegen. Nicht das Diktat der Naturgesetze bestimmt zuletzt das Geschehen. Das Wissen darum hielt Hiob am Leben, auch als seine äußere Verfassung dieser Hoffnung völlig widersprach. Das Wissen darum, dass der graue Herbst nur eine von vier Jahreszeiten ist, hilft dabei, auch in ihm die schönen Seiten zu entdecken. Das Fallen der Blätter im Herbst und auch das Schwinden der eigenen Kräfte nehmen Menschen als schmerzliche Verlusterfahrung wahr. Darum ist es gut, zu wissen, dass es ein Frühjahr gibt, in dem die Natur erwacht und noch viel wichtiger, dass es diesen Erlöser gibt, der dem Zwang von Krankheit und Tod die Auferstehung entgegensetzt.
So wünsche ich ihnen und euch, dass diese Sehnsucht, nach dem erwachenden, neuen Leben nicht eher zur Ruhe gelangt, als dass in Hiobs Aussage einmündet: Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.

Matthias Mrosk

 
 
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